Alexander Roda Roda wurde als Sandor Friedrich Rosenfeld am 13. April 1872 in Drnowitz, Mähren, geboren. Er wuchs allerdings in Kroatien auf. In Puszta Zdenci (heute Grubisno Polje) war sein Vater als Gutsverwalter tätig.
Roda studierte eine Zeitlang Jus in Wien, brach das Studium aber ab und verpflichtete sich zu 12 Jahren Militärdienst. Nachdem er zum Christentum konvertierte, änderte er auch seinen Familiennamen auf Roda. Da er gemeinsam mit seiner Schwester Marie schrieb, veröffentlichten sie gemeinsam unter dem Namen Roda-Roda.
Beim Militär dürfte sich Roda nicht immer systemkonform verhalten haben. Kein Wunder bei einem Menschen, dem derart der Schalk im Nacken sitzt. Er wurde im Range eines Oberleutnants in die Reserve versetzt. Später hat man ihm sogar seinen Rang als Oberleutnant aberkannt, wegen diverser Verstöße gegen die Offiziersehre und entließ ihn schließlich endgültig aus der Armee. Aus dem leuchtend roten Innenfutter seines nutzlos gewordenen Waffenrockes ließ er sich eine Weste schneidern. Mit dieser roten Weste trat er jahrelang auf. Sie wurde sein Markenzeichen.
Roda gehörte zu den erfolgreichsten österreichischen Publizisten und Schriftstellern in der k.u.k Monarchie. Im Jahre 1907 verheiratete sich Roda mit Elisabeth Baronin Zeppelin. Sein Enkel, Martin Roda Becher trat in die Fußstapfen des Vaters und ist ebenfalls als Schriftsteller tätig. Er lebt in Basel.
Im Großen Krieg rückte Roda als Kriegsberichterstatter ein. Für die Neue Freie Presse schrieb er bis 1917 hunderte Beiträge.
Sein geliebtes Österreich musste Roda auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus verlassen. Seiner älteren Schwester Gisela gelang die Flucht nicht. Sie starb im Konzentrationslager Theresienstadt. Alexander Roda Roda selbst, starb im Jahr 1945, 73-jährig in New York an Leukämie.